Mobiles Internet im Urlaub

Written by admin on Monday, June 9th, 2008 in Internet.

Ob E-Mails, Online-Wetterbericht oder Stau-Infos für die Autobahn: Mit den allermeisten Handys lässt sich heute unterwegs aufs Internet zugreifen. “Der Datenturbo UMTS hat die mobile Nutzung von E-Mail und Web noch attraktiver gemacht”, sagt Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer, Präsident des Hightech-Verbandes BITKOM.

Zu deutlich sinkenden Preisen können die deutschen Mobilfunkkunden sich auch auf Auslandsreisen per Handy ins Internet einloggen. Allein innerhalb der Urlaubssaison 2007 sanken die Tarife europaweit um zehn Prozent, teilte der BITKOM mit. Im Durchschnitt kostete das so genannte Daten-Roaming im dritten Quartal des vergangenen Jahres 5,24 Euro pro Megabyte. Mit knapp 3,50 Euro pro Megabyte waren die Verbindungen in Norwegen am günstigsten. In Deutschland zahlten ausländische Reisende annähernd 4 Euro pro Megabyte. Deutlich tiefer mussten Urlauber in Polen in die Tasche greifen - rund 11 Euro. Grundlage der Angaben ist eine Studie des europäischen Regulierungsgremiums ERG.

“In diesen dynamisch wachsenden Markt ist 2008 erneut Bewegung gekommen - die Preise befinden sich im freien Fall”, analysiert BITKOM-Präsident Scheer. Mehrere deutsche Mobilfunk-Unternehmen bieten zur Feriensaison neue Auslands-Datentarife an, bei denen das Megabyte in beliebten Urlaubsländern zwischen einem halben und zwei Euro kostet. “Das zeigt, dass der zunehmende Wettbewerb auch hier Früchte trägt”, so Scheer.

Scheer wendet sich dabei gegen eine Preisfestsetzung durch die EU-Kommission, die sich derzeit mit den Tarifen fürs Daten-Roaming befasst: “Man muss den Netzbetreibern und Providern die Freiheit lassen, ihren Kunden unterschiedliche maßgeschneiderte Tarifmodelle anzubieten.” Die Kosten sinken auch ohne einen Eingriff der EU drastisch.” Der europäische Markt für mobile Datendienste legt dieses Jahr insgesamt um elf Prozent auf 31 Milliarden Euro zu, so die Prognose der Experten des internationalen Marktforschungsprojekt EITO. In den Daten ist das Roaming enthalten.

In fast allen ausländischen Netzen können Urlauber aus Deutschland Datendienste nutzen. Der BITKOM gibt Tipps, wie sie international online gehen können und was sie auf Reisen beachten sollten:

1. Über Roaming-Tarife informieren
Bei den meisten Mobilfunk-Anbietern sind die Roaming-Preise recht übersichtlich. Üblich sind einheitliche Tarife für ganze Ländergruppen. Die Kunden müssen sich also nicht bei jedem Grenzübertritt auf andere Preise einstellen. Dabei kooperieren viele Anbieter mit ausländischen Partnernetzen, in denen die Tarife vergleichsweise niedrig sind. In diesem Fall lohnt es sich, die automatische Netzwahl im Handy abzuschalten und das Partnernetz manuell zu bestimmen. Details können die Nutzer auf der Internet-Seite oder bei der Service-Hotline der Unternehmen erfahren. Der Kundendienst kann auch prüfen, ob die Mobilfunkkarte für Datenverbindungen im Ausland frei geschaltet ist. Bei Prepaid-Karten kann es Einschränkungen geben.

2. Spezielle Reise-Konditionen nutzen
Besonders günstige Roaming-Konditionen gibt es bei einigen Anbietern im Rahmen von Spezialtarifen, die separat gebucht werden müssen. Für Kunden, die viel im Ausland reisen, kann sich das lohnen. Je nach Anbieter und gewünschter Datenmenge kommt eine Abrechnung nach Megabyte in Frage oder ein Pauschalpaket mit monatlichem Inklusiv-Volumen. Einzelne Netzbetreiber haben neuerdings auch Tages-pauschalen fürs mobile Surfen im Ausland im Programm.

3. Günstige Alternativen im Urlaubsland prüfen
Eine Alternative für Langzeitreisende können ausländische Prepaid-Karten auf Guthabenbasis sein. In einzelnen Ländern gibt es sogar Internet-Flatrates für Prepaid-Kunden. Es empfiehlt sich der Besuch von Mobilfunk-Shops, die mehrere Netze vermarkten - so können die Reisenden zwischen verschiedenen Anbietern wählen. Manche deutsche Prepaid-Handys sind allerdings für Karten anderer Anbieter gesperrt (”Simlock”). Weitere Alternative: Wer ein Handy oder einen Laptop mit WLAN-Schnittstelle hat, kann im Hotel eventuell gratis oder zum Pauschalpreis drahtlos ins Netz gehen.

4. Technische Voraussetzungen klären
In über 200 Ländern gibt es Handynetze nach dem europäischen GSM-Standard. Einschränkungen gibt es in Japan, Südkorea, Nord- und Südamerika sowie auf einigen Karibik-Inseln. Dort werden teils andere Frequenzen oder Mobilfunk-Standards eingesetzt. Am besten die Hotline fragen, ob sich das eigene Gerät am Reiseziel ins Netz einbucht. Falls ohnehin ein Handykauf ansteht, ist für Amerika-Urlauber ein Triband- oder Quadband-Gerät erste Wahl. Das funktioniert in den USA, Kanada, der Karibik und Südamerika - zumindest dort, wo ein GSM-Netz vorhanden ist. Mit GSM-Handys lässt sich in vielen Ländern der verbreitete Standard GPRS zur Datenübertragung nutzen. Noch besser ist ein Handy, das auch in UMTS-Netzen funkt: Damit lassen sich Webseiten deutlich schneller aufrufen und E-Mails rascher herunterladen. UMTS-Roaming ist mittlerweile in vielen Ländern verfügbar.

5. Für Handys optimierte Webseiten nutzen
Viele populäre Internet-Portale bieten speziell aufbereitete Webseiten an, die für die kleineren und niedriger auflösenden Handydisplays optimiert sind. Neben der besseren Darstellung ist meist auch die übertragene Datenmenge geringer, wodurch sich die Seiten schneller aufbauen und die Kosten sinken.

6. Handy für E-Mail-Abruf vorbereiten
Mit vielen Handys lassen sich heute kleinere E-Mails abrufen - dank eines integrierten Mail-Programms, das den POP3-Standard unterstützt. Alternativ können Reisende einen Laptop mit dem Handy verbinden und das Mobiltelefon als Modem nutzen. Das ist über eine Infrarot- oder Bluetooth-Schnittstelle möglich, aber auch mit einem Datenkabel. Diese Verbindung sollte am besten schon zu Hause eingerichtet werden, denn im Ausland ist technische Hilfe auf Deutsch oft schwer zu bekommen.

Bundeskanzlerin besucht Funkwerk Dabendorf auf CeBIT

Written by admin on Tuesday, March 4th, 2008 in Computer.

Auf ihrem CeBIT-Presserundgang war Bundeskanzlerin Angela Merkel besonders beeindruckt von dem W-LAN UMTS Router von Funkwerk Dabendorf, der das Internet ins Auto holt.

Angela Merkel auf der Cebit

Das Foto zeigt (v.l.n.r.) Dr. Hans Grundner, Vorstandsvorsitzender der Funkwerk AG, Bundeskanzlerin Angela Merkel, Annette Schavan, Bundesministerin für Bildung und Forschung und Lutz Pfister, Geschäftsführer von Funkwerk Dabendorf. Foto: Funkwerk Dabendorf GmbH

Wie sich das Internet zu jeder Zeit an jedem Ort nutzen lässt, ist eines der zentralen Themen der CeBIT 2008. Bundeskanzlerin Angela Merkel überzeugte sich auf ihrem Messerundgang persönlich davon, welche Innovationen die Aussteller dafür mit nach Hannover brachten. Beim Funkwerk Dabendorf, dem Brandenburger Spezialist für Funktechnologie in Fahrzeugen, ließ sie sich von dem Geschäftsführer des Unternehmens, Lutz Pfister, einen neuen Router präsentieren, der die virtuelle Welt ins Auto holt. Über eine Außenantenne empfängt und sendet er Signale der Funkstandards UMTS, EDGE, HSDPA und GPRS. Innerhalb des Fahrzeugs werden die Signale per LAN oder WLAN an Notebook oder andere mobile Endgeräte weitergereicht. Damit kann man im Fahrzeug jederzeit stabil und ohne Empfangsstörungen online kommunizieren, sich informieren oder unterhalten werden. Beeindruckt zeigte sich Angela Merkel auch von der pfiffigen Plug & Play-Freisprechanlage Ego Cup FM. Einfach in den Getränkehalter gesteckt und per Bluetooth mit dem Handy verbunden, kann sofort unkompliziert und sicher im Auto telefoniert werden. Als Plug & Play-Lösung eignet sich Ego Cup FM am besten für Autos mit wechselnden Fahrern.

Funkwerk Dabendorf zählt zu den führenden Herstellern für mobile Kommunikation im Auto. Das Unternehmen kann dabei auf langjährige Expertise in der Hochfrequenztechnik, Bluetooth-Technologie sowie in der Entwicklung von Funklösungen zurückgreifen.

SABRE an der Uni gut abgeschlossen

Written by admin on Tuesday, October 23rd, 2007 in Internet.

Die internationale IT-Konferenz SABRE lockte vom 24. - 27. September über 1.400 Besucher aus 21 Nationen in die sächsische Messestadt. Hochrangige Experten und Wissenschaftler trafen sich zum viertägigen Erfahrungsaustausch über neueste Technologien in der Software-Entwicklung und praktischer Anwendungen wie Informationssysteme in der Logistik.

SABRE, als Nachfolgekonferenz der Erfurter Net.Object.Days., konnte an der Universität Leipzig mit einem neuen Konzept sowohl ein hochkarätiges Fachpublikum aus der ganzen Welt als auch Partner aus Industrie und Dienstleistung zusammenbringen. In dem weltweit einzigartigen Forum mit insgesamt acht Teilkonferenzen kamen Forscher und Vertreter der Wirtschaft zu Wort. Die Hauptinitiatoren Professor Bogdan Franczyk und Professor Rainer Unland stellten fest, dass der Sinn des Kongresses, der Wissenschaft und der Industrie eine Kommunikationsplattform zu bieten, sich erneut als dringend notwendig erwiesen hat: “Wir sprechen heute über Technologien, Produkte und Dienstleistungen, die morgen zu unserem Alltag gehören werden. Die Symbiose des Wissens an der Uni mit der praktischen Erfahrung der Anwender schafft eine Grundlage für die wirtschaftliche Umsetzung all dieser Ideen.”

In zahlreichen Workshops und Vorträgen sowie der begleitenden Konferenzausstellung mit lokaler und internationaler Beteiligung der Wirtschaft und Industrie, konnten sich die Teilnehmer über neue Lösungswege in der IT informieren, selbst eigene Erfahrungen einbringen und interessante Geschäftsprozesse vorstellen. Das Spektrum reichte von Softwareprogrammen für mittelständische Logistiker über staatliche Patientenvorsorge per SMS in Australien bis zur echten Konversation in einer virtuellen Welt.

“Das Ziel einer Ausstellung ist in der Regel Kunden anzusprechen. In diesem Umfeld ist es uns jedoch wichtig, den zukünftigen Experten bereits heute moderne Einsatzmöglichkeiten der IT vorzustellen”, erläutert Michael Seidel, Vertriebsleiter von pure systems (www.pure-systems.com), der Experte für Variantenmanagement, den starken Messeauftritt seines Unternehmens.

“Unser Engagement für SABRE bezieht sich insbesondere darauf, den futuristischen Themen dieser Konferenz einen industriellen Kontrapunkt zu setzen”, erklärt Jens Reichelt, Geschäftsführer von CosiFan Computersysteme (www.cosifan.de).

“Web 2.0 und Social Semantic Web sind heutzutage gängige Schlagwörter in Industrie und Medien. Das Internet wird erwachsen und kommt allmählich der ursprünglichen Vorstellung des Erfinders des World Wide Webs Tim Berners-Lee nahe. Wir bieten mit sMeet eine Technologie, um audiovisuelle 3D-Welten mithilfe eines Telefons und des Webbrowsers erlebbar zu machen. Es motiviert uns, dass diese Themen auch im akademischen Umfeld vorangetrieben werden”, so Marc Fleischmann, Geschäftsführer des Berliner Unternehmens www.sMeet.de.

Zum Gelingen der Konferenz trug vor allem auch der Hauptsponsor das Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft und Arbeit bei. Im “Sächsischen Abend” hatten die anwesenden Unternehmen die Chance, sich den Studenten vorzustellen und diese als Nachwuchskräfte zu gewinnen. Aufgrund des herausragenden Erfolgs planen die Veranstalter die Konferenz im kommenden Jahr wieder nach Leipzig zu holen.

Informationen zu SABRE auf www.sabre-conference.com

PR-Branche und Nutzung von Web 2.0

Written by admin on Wednesday, August 1st, 2007 in Internet.

Die Mehrheit der Mitarbeiter in Pressestellen hat zwar viel von Web 2.0 und seinen Anwendungen gehört, kennt sich aber mit diesen Technologien nicht aus.

Das haben die dpa-Tochter news aktuell und Faktenkontor in ihrem jüngsten PR-Trendmonitor herausgefunden. Über die Hälfte (53 Prozent) der befragten Pressestellen hat von Blogs, Podcasts und Social Software gehört, gibt aber gleichzeitig an, diese Technologien nicht zu beherrschen.

 Aktuelle Trends im Internet
Die Mehrheit der Mitarbeiter in Pressestellen hat zwar viel von Web 2.0 und seinen Anwendungen gehört, kennt sich aber mit diesen Technologien nicht aus, so ein Ergebnis des jüngsten PR-Trendmonitores. Grafik: news aktuell GmbH

Gerade mal knapp sieben Prozent der befragten Mitarbeiter in Unternehmenspressestellen arbeiten täglich mit Web 2.0 und kennen sich sehr gut damit aus. Die PR-Agenturen sind etwas besser für die aktuellen Trends im Internet gerüstet: Die Mehrheit der Mitarbeiter in Agenturen (42,3 Prozent) nutzt zumindest “gelegentlich” Blogs, Podcasts & Co und fühlt sich mit diesen Anwendungen “einigermaßen sicher”.

Belegbare Zahlen und Fakten sind für Pressestellen und Agenturen das wichtigste Instrument, um Glaubwürdigkeit in der Pressearbeit zu erzeugen, so ein weiteres Ergebnis der Umfrage. Rund 64 Prozent der Pressestellen und PR-Agenturen halten dies für ein sehr wichtiges Kriterium. Danach folgen bei den Pressestellen die Aspekte “Vertrauen schaffen” (59 Prozent) und “transparente und offene Kommunikation” (52 Prozent). PR-Agenturen sehen hingegen die “Kommunikation spannender Themen” (53 Prozent) an zweiter Position. Die geringste Bedeutung in diesem Zusammenhang wird dem “Vermeiden von werblichen Aussagen” zugeschrieben.

Insgesamt haben 1.854 Fach- und Führungskräfte aus PR-Agenturen und Pressestellen an der Umfrage teilgenommen. Weitere Themen: “Budgets und Honorarumsätze”, “Agenda Setting”, “Erfolgsmessung” sowie die neu untersuchten Bereiche “Berufszufriedenheit”, “Zukunft der Zeitung” und “Internationale PR”.

Alle Ergebnisse des PR-Trendmonitors 2/2007 unter: www.pr-trendmonitor.de

Schlechte Noten fuer IT an deutschen Universitaeten

Written by admin on Friday, April 13th, 2007 in Internet.

Schlechte Noten für IT an deutschen Universitäten /
Universitätsportale bieten Studierenden kaum interaktive Dienste

Deutschlands Universitäten schöpfen die Möglichkeiten moderner Informationstechnologie nicht aus. IT- und Onlineangebot lassen oft zu wünschen übrig. Das zeigt eine Studie von TNS Infratest, die im Auftrag von Microsoft durchgeführt wurde. Dazu wurden 200 Studenten verschiedener Fachrichtungen und Semester befragt, die an deutschen Universitäten eingeschrieben sind und teilweise ein Auslandsstudium absolviert haben. Dabei wird deutlich, dass an vielen Universitäten die technologische Basis für einen “digitalen Campus” besteht. Woran es jedoch häufig noch mangelt, sind attraktive Dienste und Anwendungen, die die universitären Prozesse unterstützen und damit den Studenten das Lernen leichter machen. Infolgedessen vergeben nur 7 Prozent der befragten Studenten die Bestnote 1 für das IT-Angebot ihrer Universität.

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Deutschlands Universitäten schöpfen die Möglichkeiten moderner Informationstechnologie nicht aus. Das zeigt eine Studie von TNS Infratest im Auftrag von Microsoft Deutschland. Dazu wurden Studierende verschiedener Fachrichtungen und Semester befragt. Woran es häufig noch mangelt, sind attraktive Dienste und Anwendungen, die die universitären Prozesse unterstützen und damit den Studenten das Lernen leichter machen. (Grafik: Microsoft Deutschland GmbH)

57 Prozent der befragten Studenten gaben an, dass es an ihrer Universität ein institutsbezogenes oder zentrales Internetportal gibt. Fast 90 Prozent der Studenten bewerten dieses teilweise oder vollständig als nützlich. Trotzdem wird das Portal von mehr als der Hälfte der Studenten nie, selten oder nur gelegentlich genutzt.

Die Studie zeigt, dass die universitären Portale in der Regel kaum interaktive Prozesse zulassen und vor allem als einseitiger Kommunikationskanal genutzt werden können. So dienen viele Portale der bloßen Informationsverbreitung durch die Universität. Es fehlt die Möglichkeit, Formulare beispielsweise zum Fachwechsel online einzureichen. 46 Prozent der befragten Studenten gaben an, dass man sich an der Hochschule nicht über das Internet zu Prüfungen anmelden kann. 83 Prozent aller Befragten hielten dies für wichtig. Ebenfalls ein hoher Bedarf (78 Prozent) wurde hinsichtlich der Online-Übersicht über die eigenen Studienergebnisse und die bereits erbrachten und noch ausstehenden Leistungsnachweise deutlich. Erst etwas mehr als einem Viertel der Studierenden steht dieser Service derzeit zur Verfügung. 83 Prozent der Befragten gaben an, dass keine virtuellen Sprechstunden oder Chats mit Dozenten angeboten werden. Ein weiterer Kritikpunkt ist der zu langsame Informationsfluss - obwohl sich das Internet bestens für die schnelle Übermittlung von Nachrichten eignet. So wünschen sich 95 Prozent der Befragten die Online-Bekanntgabe von kurzfristigen Terminänderungen. Attraktive Anwendungen und schnelle Dienste für eine flexible Planung des Alltags lassen folglich noch zu wünschen übrig.

Analoge Lehrmethoden

In der Lehre werden Informationstechnologie und neue Medien nur sehr verhalten eingesetzt. Mehr als 60 Prozent der Studenten bekommen ihren Lehrstoff noch mit Tafel und Overhead-Projektor präsentiert. Immerhin fast 70 Prozent der Befragten berichten vom Einsatz von Beamern, allerdings ohne Verbindung zum Internet. Neue Methoden wie Chats oder Blogs zur Vernetzung mit Studenten anderer Hochschulen auch im Ausland haben nur 15 Prozent der Studierenden in der Lehre erlebt. Nur 5 Prozent der Befragten werden von den Universitäten regelmäßig virtuelle Arbeitsräume zum Informationsaustausch angeboten. Die Nachfrage danach ist eindeutig höher: Knapp 60 Prozent erachten virtuelle Arbeitsräume für sinnvoll. 83 Prozent der Studenten wünschen sich Online-Tests und Übungsaufgaben, besonders Naturwissenschaftler und Mathematiker setzen mit knapp 90 Prozent auf Online-Übungen.

Universitäten im Ausland haben die Nase vorn

Im Vergleich schneiden die ausländischen Universitäten besser ab als deutsche Hochschulen: 46 Prozent der Studenten, die einen Teil ihres Studiums im Ausland verbracht haben, bewerten das IT- und Onlineangebot der Auslandsuniversität deutlich besser als das der heimischen Hochschule.  23 Prozent der Befragten schätzen das Angebot der deutschen Universität als besser ein. Genauso viele Studenten sehen keinen Unterschied zwischen Heimat- und Auslandshochschule.

Was die Universität von morgen bieten soll

Nach konkreten Wünschen an die Universität von morgen gefragt,
nannten die befragten Studenten unter anderem Folgendes:

- Mehr Vernetzung zwischen den Universitäten im In- und Ausland
für mehr Wissensaustausch
- Versand von Noten oder aktuellen Nachrichten per SMS auf das Handy
- Interaktive, virtuelle Lehrveranstaltungen
- Möglichkeit, Vorlesungen als Webcast im Nachhinein online abzurufen
- Blogs mit aktuellen Zusatzinformationen zu den Veranstaltungen

“Die Studie hat uns gezeigt, dass viele Universitäten Deutschlands noch nicht ganz in der digitalen Welt angekommen sind. Das Niveau ist in der Regel niedriger als bei anderen öffentlichen Einrichtungen. Erste Schritte sind gemacht, aber nur sehr wenige Hochschulen sind auf dem neuesten Stand und haben den ‘digitalen Campus’ realisiert”, sagt Swantje Rosenboom, Bereichsleiterin Forschung und Lehre von Microsoft Deutschland.

Das IT-Angebot ist ein immer wichtigerer Faktor hinsichtlich der Attraktivität einer Hochschule. Deshalb ist es für Universitäten unumgänglich, sich für den Wettbewerb zu rüsten. Es wird von den Hochschulen erwartet, die Studierenden fit für den Berufsalltag zu machen, wozu auch der alltägliche Umgang mit internetbasierten Services und modernen Medien zwecks Vernetzung in einer digitalen Welt gehört. An den Universitäten Hamburg, Karlsruhe und Aachen ist die Verwirklichung des digitalen Campus mit Unterstützung von Microsoft im Rahmen von Pilotprojekten bereits in vollem Gange.

Prof. Dr. Burkhard Rauhut, Rektor der RWTH Aachen, zur Situation an seiner Hochschule: “Durch unser Konzept des Digitalen Campus, das wir vor fünf Jahren eingeführt haben, sind wir auch in Zukunft attraktiv für Studierende. Wir bieten ihnen damit im digitalen Zeitalter einen möglichst einfachen und barrierefreien Zugang zu allen möglichen Veranstaltungen. Damit wird die Kooperation zwischen Studierenden und Lehrenden auf eine ganz neue Plattform gestellt.”

Eine Zusammenfassung der Studie und zugehöriges Bildmaterial sowie weitere Informationen zu den Pilotprojekten an den Universitäten Hamburg, Karlsruhe und Aachen können beim Microsoft Presseservice angefragt werden.



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