IT-Tage in Rostock

Written by admin on Wednesday, June 18th, 2008 in Wirtschaft.

In Mecklenburg-Vorpommern fehlen nach Schätzungen von Experten schon jetzt rund 300 Fachkräfte für die Informationstechnologie.

“Diese Zahl könnte weiter steigen, wenn nicht in Schulen, Unternehmen und Hochschulen schon jetzt konsequent dagegen gearbeitet wird”, sagte Wirtschaftsminister Jürgen Seidel am Mittwoch zur Eröffnung der IT-Tage in der Stadthalle Rostock. Dort präsentieren sich 60 Unternehmen und Einrichtungen der Informationstechnologiebranche, um Nachwuchs zu werben, neue Entwicklungen vorzustellen und die Branche besser zu vernetzen.

“Die Informations- und Kommunikationsbranche hat sich in Mecklenburg-Vorpommern zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor entwickelt”, sagte Seidel. In über 600 Unternehmen der Branche sind in Mecklenburg-Vorpommern etwa 14.500 Beschäftigte tätig. Flankiert werden die Unternehmen durch Lehre und Forschung an den Hochschulen, in denen sich etwa 1.000 Forscher und Studenten mit der Informations- und Kommunikationstechnologie beschäftigen. Schwerpunkte der zweitägigen Veranstaltung in Rostock sind e-learning und berufsbegleitendes Lernen sowie die Chancen und Möglichkeiten der Telemedizin. Die IT-Initiative und die Neue Messe GmbH Rostock richten die IT-Tage aus.

“Die Vernetzung der Akteure macht Fortschritte”, sagte Seidel. So hat die vor knapp vier Jahren gegründete IT-Initiative Mecklenburg-Vorpommern inzwischen 53 Mitglieder. Ihr Ziel ist die Bündelung und Koordination von Aktivitäten zur Weiterentwicklung und Vermarktung des Standortes Mecklenburg-Vorpommern. Daneben gibt es Netzwerke in der Geoinformationswirtschaft (Geo MV) und die Telemarketing-Initiative Mecklenburg-Vorpommern (TMI), die als Plattform für Unternehmen in der Telekommunikationsbranche sowie Call Center arbeitet.

“Der Nachwuchsmangel in der IT-Branche bremst inzwischen die Zuwächse beim Wachstum”, sagte Seidel. Bundesweit wird bis zum Jahr 2010 mit einer Wachstumsrate von 4,2 Prozent jährlich und etwa 25.000 weiteren Arbeitsplätzen gerechnet. In Deutschland ist der IT-Markt mit rund 74 Mrd. Euro Bruttowertschöpfung noch vor Automobilbau und Maschinenbau der größte Wirtschaftsbereich.

Studie zum IT-Fachkraeftemangel

Written by admin on Monday, June 9th, 2008 in Wirtschaft.

Studie zum IT-Fachkräftemangel: Universitäre Ausbildung zu einseitig auf Großunternehmen ausgerichtet Alexander Zinn: “Konzerne leiden viel weniger als mittelständische Unternehmen.”

Von einhundert im Rahmen einer Studie* des Netzwerkspezialisten T & A Systeme befragten Branchenexperten sind 72 Prozent der Meinung, dass der IT-Fachkräftemangel in Deutschland seine Hauptursache in der Ausbildung an Universitäten und Fachhochschulen hat. “Oft wird dies mit der angeblich zu theoretischen Ausbildung begründet, die am Berufsalltag vorbeigeht. Diese Sichtweise ist allerdings zu undifferenziert, zumal so auch der klare Auftrag an die Bildungsträger lautet. Das Hauptproblem liegt vielmehr darin, dass die Studenten überwiegend Methoden vermittelt bekommen, die in großen Strukturen Sinn machen. Dabei wird vernachlässigt, dass die Mehrheit der Unternehmen in Deutschland kleine Strukturen hat”, kommentiert Alexander Zinn, Geschäftsführer bei T & A Systeme. “Dort sind die Aufgaben nicht so spezifisch abgegrenzt, sondern breiter und verlangen von den Mitarbeitern ein höheres Maß an Flexibilität und Eindenken in die jeweiligen Kundenstrukturen.”

16 Prozent der Befragten sagten aus, das dringlichste Problem in diesem Zusammenhang sei, dass die Unternehmen zu wenige Praktika anbieten. Dazu Alexander Zinn: “Natürlich stehen die Unternehmen selbst auch in der Pflicht, durch die Gewährung angemessener Praxiszeiten schon während der Ausbildung dem Studenten einen Einblick in die Anforderungen, die später auf ihn zukommen, zu ermöglichen.” Gerade aus diesem Grund bietet T & A Systeme eine Reihe von Praktika und Werkstudentenstellen an und sorgt damit dafür, dass Auszubildende praktische Erfahrungen sammeln können. Nicht zum Kern des Problems gehört offensichtlich die Annahme, dass die Studenten heutzutage selbst zu lange nicht wissen, wo sie ihr beruflicher Weg hinführen soll. Nur zwölf Prozent der Befragten entschied sich für diese Antwortmöglichkeit. “In unserem Branchensegment werden im Unterschied zu anderen Bereichen die einschlägigen Studiengänge nicht aus Verlegenheit belegt. Ein junger Mensch, der IT-Architekt werden möchte, weiß sehr früh, auf was er sich einlässt und entscheidet sich auch sehr bewusst dafür”, meint Alexander Zinn.

T & A Systeme wollte in der Befragung außerdem in Erfahrung bringen, warum es so viele Kandidaten zu großen und namhaften Unternehmen zieht und sich deshalb insbesondere der deutsche Mittelstand Sorgen um seinen Nachwuchs machen muss. Für 38 Prozent der Branchenkenner steht dabei die Aussicht auf ein hohes Gehalt an erster Stelle. Immerhin 22 Prozent sagen aus, dass alleine der hohe Bekanntheitsgrad dieser Unternehmen für den positiven Zuspruch auf Kandidatenseite sorgt. Jeweils 18 Prozent entschieden sich in der Umfrage für die “Aussicht auf eine große Karriere” beziehungsweise die “gefühlte Sicherheit des Arbeitsplatzes”. “Wir müssen insofern differenzieren: Die Konzerne haben mit dem Fachkräftemangel meiner Ansicht nach nicht so viel zu tun. Spürbar wird dieser hauptsächlich auf der mittleren Ebene. Dabei befinden sich gerade die mittelständischen Unternehmen in einer sehr guten Ausgangsposition, weil sie Auszubildende und Absolventen viel früher und gezielter in die praktische Arbeit beim Kunden einbeziehen können. Das müsste wesentlich stärker entsprechend kommuniziert werden.” Auch das finanzielle Argument hinke etwas, weil überall dort, wo Kundenprojekte zufriedenstellend abgewickelt werden, auch die Auftragslage stimme und entsprechend gut bezahlt werde. Kaum eine Rolle in diesen Überlegungen spielt die Annahme, dass Professoren an den Universitäten zu einseitig Empfehlungen für die bekannten Großunternehmen aussprechen: Nur vier Prozent entschieden sich für diese Antwortmöglichkeit.

* Im Rahmen der Studie wurden im Frühjahr 2008 100 IT-Fachkräfte in persönlichen Gesprächen befragt. Daher ist die Studie ist im explorativen Bereich einzuordnen. Sie spiegelt die Grundstimmung in der Branche wider und lässt aus diesem Grund Rückschlüsse auf bestimmte Tendenzen zu.

Vereinbarkeit von Job und Familie zu schwierig

Written by admin on Thursday, December 13th, 2007 in News.

Sechs von zehn Arbeitnehmern in Deutschland tun sich schwer, Job und Familie unter einen Hut zu bringen, daran ändert auch das neue Elterngeld nichts. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage von TNS Infratest im Auftrag des Software-Anbieters WebEx.

Deutschland soll familienfreundlicher werden, aber davon spüren deutsche Arbeitnehmer wenig. Egal, ob mit Kindern oder ohne: 61% kritisieren, dass sich Job und Familie nur schwer vereinbaren lassen, so das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage von TNS Infratest unter 1.500 erwerbstätigen Bundesbürgern, die vom Software-Anbieter WebEx in Auftrag gegeben wurde.*

Auch die jüngsten Bemühungen der Bundesregierung scheinen an der Unzufriedenheit der Arbeitnehmer wenig zu ändern, obwohl das Familienministerium den Erfolg dieses Programms aktuell wieder propagiert. So bezweifelt mehr als die Hälfte (52%) der Deutschen mit Kindern den Erfolg des neuen Elterngeldes, das bis zu vierzehn Monate gezahlt wird und auch Männer motivieren soll, sich mehr Zeit für den Nachwuchs zu nehmen.

Weitere Ergebnisse der Umfrage: 67% aller deutschen Arbeitnehmer bemängeln, es sei kein Trend hin zu einem familienfreundlicheren Klima in Unternehmen spürbar. Zwar gäbe es eine Reihe von Unternehmens-Maßnahmen, mit denen Deutsche Job und Familie besser vereinbaren könnten, darunter Teilzeitregelungen (58%), Regelungen über flexible Arbeitszeiten (44%) und Technologien zur Ermöglichung von Home-Office (21%). Aber nur 11% der Befragten sagen, dass ihr Arbeitgeber tatsächlich Kinderbetreuungsmöglichkeiten zur Verfügung stellt.

Die Folge des familienfeindlichen Klimas in Unternehmen: deutliche Auswirkungen auf die Dauer des Erziehungsurlaubs. So mussten einerseits 14% der Arbeitnehmer mit Nachwuchs ihren Erziehungsurlaub wegen fehlender Betreuungsmöglichkeiten verlängern. Andererseits war rund ein Drittel (31%) gezwungen, den Erziehungsurlaub zu verkürzen, etwa aus finanziellen Gründen (12%) oder aus Angst, den beruflichen Anschluss zu verlieren (17%).

Auch flexiblere Arbeitszeiten und moderne Technologien ändern nichts an der Tatsache, dass Deutsche Job und Familie als schwer vereinbar empfinden. Immerhin denken aber 48%, dass ihnen Webkonferenzen, Home-Office oder virtuelle Büros prinzipiell dabei helfen könnten, Arbeit und Familie besser zu vereinbaren. Arbeitnehmer ohne Kinder sind sogar überzeugter von der Technik als Mediator zwischen Beruf und Familie: das bestätigten mit 55% mehr als die Hälfte.

“Hinsichtlich Verträglichkeit von Job und Familie gibt es nach wie vor viel zu tun”, sagt Peer Stemmler, Country Manager Deutschland bei WebEx in Düsseldorf. “Bedauerlich ist, dass Job und Familie knapp ein Jahr nach der Einführung des neuen Elterngeldes und der 12+2-Regelung für viele Deutsche offenbar noch immer schwierig zu vereinbaren sind. Politik und Wirtschaft sind gefragter denn je, mehr Anreize zu schaffen. Neben den demographischen Aspekten wird es sich der Standort Deutschland auf Dauer nicht leisten können, auf qualifizierte Arbeitnehmer zu verzichten, die sich wegen ihres Nachwuchses nicht wieder sinnvoll in die Arbeitswelt eingliedern lassen. Dank moderner Arbeitsorganisation und Technologie müssen Beruf und Karriere schon längst kein Widerspruch mehr sein.”

* Die repräsentative Umfrage zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie in Deutschland wurde von TNS Infratest im November 2007 durchgeführt. Dabei wurden 1.508 erwerbstätige Bundesbürger telefonisch befragt.

IT-Branche: SAP-Experten dringend benoetigt

Written by admin on Tuesday, October 23rd, 2007 in Internet.

In der IT-Branche werden zwei von fünf Einsteigerstellen nur an Bewerber mit SAP-Kenntnissen vergeben. Nachdem sich die Unternehmenssoftware von SAP als Quasi-Standard am deutschen Markt durchgesetzt hat, benötigen IT-Arbeitgeber qualifiziertes Personal für die dazugehörige Entwicklung, Wartung und Beratung.

SAP-Fachwissen wird somit zur wichtigsten technischen Qualifikation für angehende IT-Kräfte. Auf den Rängen Zwei und Drei folgen Windows- und Oracle-Expertise. Das sind die Ergebnisse der Studie “IT-Jobscout 2007″ des Beratungs- und Softwarehauses PPI AG, für die 624 Stellenanzeigen der 100 größten deut-schen IT-Unternehmen ausgewertet wurden.

Besonders wichtig ist die Beherrschung von SAP für angehende IT-Berater. Consulting ist zur Zeit das Boomsegment der Branche. Rund 40 Prozent aller Stellen sind in diesem Einsatzgebiet ausgeschrieben. Da zahlreiche Beratungsprojekte die Implementierung von SAP-Anwendungen zum Inhalt haben, werden sieben von zehn Consultant-Stellen nur an SAP-Fachleute vergeben. Bei der Hälfte davon müssen die Bewerber nicht nur die Produkte beherrschen, sondern auch eigene Anwendungen und Module in der SAP-Sprache ABAP programmieren können.

In den Bereichen IT-Architektur und Vertrieb ist die SAP-Kenntnis ebenfalls die wichtigste technische Qualifikation für Bewerber. Die Planer technischer Infrastukturen müssen oft von vornherein für SAP-Umgebungen konzipieren, um kompatible Schnittstellen zu gewährleisten. Vertriebskräfte hingegen sind oftmals in ihrer alltäglichen Arbeit auf SAP-Module angewiesen. Durch die Einstellung erfahrener Kräfte sparen die Arbeitgeber hier Schulungskosten.

Wer hingegen Arbeit als Anwendungsentwickler sucht, hat auch ohne tiefergehendes SAP-Verständnis eine gute Chance. Für Programmierer sind eine umfassende Beherrschung der Windowsumgebung und der sichere Umgang mit Oracle-Datenbanken wichtiger. In diesem Bereich sind auch vielseitig einsetzbare Programmiersprachen stärker gefragt als das SAP-spezifische ABAP: Pro-grammierer müssen in erster Linie system-unabhängige Sprachen wie Java, XML und SQL beherrschen sowie die Systemprogrammierung in C++, C# oder C.

Welche IT-Kenntnisse werden am häufigsten von IT-Berufsanfängern
verlangt?
SAP: 40,2 Prozent
Windows: 17,9 Prozent
Oracle: 15,4 Prozent
MS Office: 13,6 Prozent
Unix: 12,4 Prozent
N= 624 Stellenangebote

Quelle: PPI AG

Einkommen der IT-Fuehrungskraefte steigen

Written by admin on Friday, October 19th, 2007 in Internet.

COMPUTERWOCHE-Gehaltsstudie 2007: Vergütungen für IT-Führungskräfte steigen überdurchschnittlich an

Die Einkommen der IT-Führungskräfte sind in diesem Jahr im Vergleich zu anderen Funktionen in der Branche überdurchschnittlich stark gestiegen. So kletterte das Gehalt von Führungskräften um durchschnittlich 4,9 Prozent, in mittelständischen Unternehmen sogar um zehn Prozent. Damit öffnet sich die Gehaltsschere in der IT-Branche weiter, denn insgesamt steigen die Vergütungen von IT-Profis in diesem Jahr lediglich um einen halben Prozentpunkt. Das ist das Ergebnis der jährlichen Studie zu Manager-Gehältern in der Hightech-Branche, die die IT-Wochenzeitung COMPUTERWOCHE (Ausgabe 42/2007) in Zusammenarbeit mit der Vergütungsberatung Personalmarkt durchgeführt hat. An der Untersuchung beteiligten sich über 18.000 IT-Beschäftigte sowie 62 Unternehmen.

Die bestbezahlten Arbeitnehmer ohne Personalverantwortung in der IT-Industrie sind nach wie vor die Berater und Projektleiter. Sie kommen auf ein durchschnittliches Jahresgehalt von rund 61.000 Euro (Berater) und 64.000 Euro (Projektleiter). Das Schlusslicht bilden Web-Entwickler (etwa 37.900 Euro jährlich) und Support-Mitarbeit, die im Jahr circa 37.300 Euro verdienen. Berufsanfänger beginnen auf dem gleichen Gehaltsniveau wie im Vorjahr. Sie können im Durchschnitt mit 40.000 Euro Jahreseinkommen rechnen. Weiterhin ungebrochen ist der Trend zur Variabilisierung und Differenzierung bei der Vergütung. Bei den Führungskräften in der IT-Branche bekommen in diesem Jahr rund 66 Prozent Prämien ausbezahlt - 2006 waren es 57 Prozent. Der variable Anteil selbst macht dabei rund 17,6 Prozent des Grundgehalts aus und hat sich damit im Vergleich zum vorigen Jahr kaum verändert.

Die COMPUTERWOCHE analysierte außerdem, in welcher Stadt die höchsten Gehälter gezahlt werden. Hier liegt Frankfurt am Main mit 20 Prozent über dem Bundesdurchschnitt deutlich an der Spitze. Auf dem zweiten Rang folgt München, wo die Gehälter um 14 Prozent über dem Mittel liegen. Stuttgarter IT-Spezialisten an dritter Stelle beziehen zehn Prozent mehr als der Durchschnitt.



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