Twitter-Buch - Gedichte Wettbewerb

Written by admin on Thursday, February 19th, 2009 in Web 2.0.

Twittern Sie ein Gedicht mit maximal 140 Zeichen: BoD und Literatur-Café verlegen Deutschlands erstes Twitter-Buch - die schönsten Gedichte mit 140 Zeichen werden gesucht

Twitter BoD (Books on Demand GmbH) und das Literatur-Café suchen die schönsten Gedichte mit 140 Zeichen. Alle Beiträge müssen mit Twitter verfasst und auf der Wettbewerbsseite twitter-lyrik.de verlinkt werden. Die besten Lyrik-Tweets werden im ersten deutschen Twitter-Gedichtband veröffentlicht.

“What are you doing” - “Was machst du gerade?” unter diesem Motto verschicken Mitglieder des Netzwerks Twitter täglich Millionen von Kurznachrichten an Freunde, Bekannte und andere Interessierte. Die so genannten Tweets können maximal 140 Zeichen haben und werden mit dem Computer oder Handy geschrieben.

Dass man mit Twitter nicht nur Kurznachrichten, sondern auch Lyrik verfassen kann, soll der erste Twitter-Wettbewerb für Lyrik, veranstaltet von BoD und dem Literatur-Café, zeigen. Dem Gewinner winkt ein Apple iPod touch. Außerdem veröffentlicht BoD die schönsten Beiträge in einer Twitter-Sonderausgabe, die im Buchhandel erhältlich sein wird.

So nimmt man teil:
Nach der kurzen kostenlosen Anmeldung beim Kurznachrichtendienst Twitter unter twitter.com schreibt man ein Gedicht mit maximal 140 Zeichen. Anschließend wird auf der Website twitter-lyrik.de in den Kommentaren ein Link zum Tweet eingestellt. Einsendeschluss ist der Welttag der Poesie am 21. März 2009.

Guenter Grass - Die Box

Written by admin on Wednesday, September 3rd, 2008 in News.

Buchtipp: “Die Box - Dunkelkammergeschichten” von Günter Grass

Buch von Guenter Grass - Die Box Eigentlich ist es eine altmodische Kastenkamera, wie man sie früher Jugendlichen zum Geburtstag schenkte. Aber mit der Agfa-Box der alten Marie hat es etwas Besonderes auf sich: Seit sie in Berlin Krieg und Feuerstürme überdauert hat, blickt sie vorwärts und rückwärts. Genauer gesagt: Die mit ihr geknipsten Aufnahmen zeigen Zukünftiges und Vergangenes, zeigen bei einem Stapellauf den tragischen Untergang des Schiffes oder am Wohnzimmertisch eine Männerrunde aus uralten Zeiten. Lara entdeckt auf einem Schnappschuß das Pferd, das sie sich wünscht, Nana sieht sich mit Mutter und Vater, die getrennt leben, vereint auf dem Kettenkarussell durch die Lüfte sausen. “Mariechens Wünsch-dir-was-Box” sagen die Kinder.

Marie ist Fotografin. Sie besitzt eine Leica, auch eine Hasselblad. Aber wenn der Schriftstellerfreund auf Motivsuche für seine Bücher “Knips mal, Mariechen” sagt, arbeitet sie nur mit der Box. So schreiben die Box und der Schriftsteller ihre wahren und ihre Dunkelkammergeschichten. Jahre später sitzen die acht Kinder, die nun erwachsen sind, zusammen und erinnern sich - achtstimmig, jedoch widersprüchlich, freundlich, kritisch und manchmal anklagend an den »Alten« und seine »starken« Frauen, ihre Mütter, an ihre von Marie und ihrer “Zauberbox” begleitete Kindheit.

Günter Grass schreibt in diesem Buch, das durch die »Optik« der Spezial-Kamera eine zweite Erzählebene und eine unerwartete Perspektive gewinnt, seine Autobiographie fort. Zugleich hat er damit der Fotografin und Freundin Maria Rama, die ihn und seine Familie ab Mitte der fünfziger Jahre bis zu ihrem Tod 1997 begleitete, ein heiteres Denkmal gesetzt.

Günter Grass wurde am 16. Oktober 1927 in Danzig geboren, absolvierte nach der Entlassung aus amerikanischer Kriegsgefangenschaft eine Steinmetzlehre, studierte dann Grafik und Bildhauerei in Düsseldorf und Berlin. 1956 erschien der erste Gedichtband mit Zeichnungen, 1959 der erste Roman “Die Blechtrommel”. 1965 erhielt der Autor den Georg-Büchner-Preis. 1994 erhält er den Karel-Capek-Preis. 1999 wurde ihm der Nobelpreis für Literatur verliehen. Grass lebt in der Nähe von Lübeck.

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