Online-Banking - Kunden sind auf Schnaeppchen aus

Written by admin on Tuesday, December 4th, 2007 in Marketing.

Preise und Konditionen sind für deutsche Online-Bankkunden immer wichtiger, so das Ergebnis einer aktuellen Umfrage der PASS Consulting Group unter rund 22.000 Internet-Nutzern.

Knapp 80 Prozent nennen die Konditionen als wichtigsten Grund für die Wahl einer neuen Bankverbindung. Etwa zwei Drittel ziehen den Online-Kanal aus Kostengründen der Filiale vor. Weiterer Beleg für das Preisbewusstsein ist die Art der Informationen, die Anwender auf den Web-Seiten der Banken vorzugsweise suchen: Drei Viertel der Befragten recherchieren Preise und Konditionen, knapp die Hälfte interessiert sich für Aktionen und Sonderangebote.

In den letzten vier Jahren hat der Faktor “Preise und Konditionen” als Entscheidungskriterium für ein Internet-Konto um mehr als 20 Prozentpunkte zugelegt. Dies zeigt eine Zeitreihenanalyse innerhalb der PASS-Studienreihe Online-Banking, zu der auch die aktuelle Umfrage gehört.

“Der Wettbewerb bei den Konditionen wird sich auch 2008 weiter verschärfen”, schließt Thomas Reim, Senior Consultant im Bereich Research & Development bei PASS, aus den Umfrageergebnissen. “Die Anbieter sollten sich aber nicht nur auf Schnäppchenangebote verlassen. Nachhaltiges Wachstum erzielen sie nur durch ausgesprochene Differenzierungsstrategien. Beispielsweise bieten E-Mail-Services, Produktrechner oder andere Beratungstools die Chance, Mehrwerte zu schaffen.”

Über die PASS-Studie “Online-Banking 2008″
Die PASS-Studie Online-Banking wird seit 2001 regelmäßig erstellt. Für “Online-Banking 2008″ hat die PASS Consulting Group mehr als 22.000 Internet-Nutzer zu ihren Erfahrungen und Anforderungen befragt. Die Ergebnisse setzt PASS in Bezug zu einer Analyse von 40 der bedeutendsten Banken-Portale, die mehr als 270 Kriterien berücksichtigt. Resultat ist der so genannte PASS-Online-Banking-Index 2008 (POBI), aus dem sich konkrete Handlungspotenziale für die Anbieter ableiten lassen. Eine Besonderheit der Studienreihe Online-Banking ist das Community-basierte Vorgehen, das einen Kreis von Experten aus der Finanzbranche und dem Hochschulbereich in die Bewertung der Ergebnisse mit einbezieht. Darüber hinaus analysiert “Online-Banking 2008″ erstmals auch Anbieter-Websites aus dem europäischen Ausland und bezieht verstärkt wirtschaftliche Einflussfaktoren in die Auswertung ein.

Online-Banking-Kunden erwarten aktive Beratung

Written by admin on Friday, November 23rd, 2007 in Wirtschaft.

Durch den Siegeszug des Online-Banking kommen Bankberater immer seltener in persönlichen Kontakt mit ihren Kunden. Mehr als drei Viertel der Kontoinhaber veranlassen alltägliche Geschäfte wie Überweisungen und die Verwaltung von Daueraufträgen heutzutage vom heimischen Rechner aus.

Dieses bequeme und für Bank und Kunde kostengünstige Verfahren hat jedoch einen Nachteil: Durch den Wegfall des regelmäßigen Filialbesuches haben Bankberater nur wenige Gelegenheiten, Kontoinhaber auf attraktive Spar- oder Anlagemöglichkeiten aufmerksam zu machen. Dennoch haben Kunden ein Interesse an aktiver, persönlicher Beratung. Mehr als ein Drittel der deutschen Online-Banking-Nutzer möchte aktiv von ihrem Bankberater angesprochen werden. Sie hoffen, auf diese Weise von neuen Produkten und Investitionsmöglichkeiten zu erfahren. Dies ergab die Trendstudie Bankpräferenzen des Beratungs- und Softwarehauses PPI AG in Kooperation mit handelsblatt.com, wiwo.de und dem IMWF Institut für Management- und Wirtschaftsforschung.

Den größten Beratungsbedarf haben junge Kunden ohne lange Erfahrung mit Bankprodukten: In der Altersgruppe der 14- bis 20-Jährigen möchte mehr als die Hälfte der Befragten von ihrem zuständigen Betreuer angesprochen werden. Ähnlich ist die Situation bei den Berufseinsteigern, die zum ersten Mal über regelmäßiges, eigenes Einkommen verfügen: Im Alter von 21 bis 30 Jahren wünschen immer noch 48 Prozent und somit knapp jeder zweite Kunde aktive Beratung. In höheren Altersklassen ist die persönliche Finanzplanung meist schon so weit gediehen, dass kein großer Bedarf an Anlageempfehlungen mehr besteht. Lediglich in der Gruppe der 51- bis 60-Jährigen bezeichnen überdurchschnittlich viele Befragte eine solche Initiative ihres Beraters als “eher wichtig”. In dieser Altersklasse stehen oft wichtige Entscheidungen für den späteren Ruhestand an. Beispielsweise werden oft lang angesparte Lebensversicherungen ausbezahlt und viele “Best Ager” reinvestieren zumindest einen Teil dieser Summe.

Neben dem Alter entscheidet zudem das Einkommen über den Beratungsbedarf. In Haushalten mit einem Nettoeinkommen von weniger als 2.000 Euro wünscht rund die Hälfte der Befragten Empfehlungen, wie sie ihre Ersparnisse gewinnbringend anlegen können. Bei Haushalten jenseits dieser Einkommensgrenze ist der Bedarf geringer: Hier empfinden nur ein Drittel der Befragten unaufgeforderte Beratung zu ihrer Finanzplanung als wichtig. Diese finanziell potentere Gruppe ist üblicherweise stärker mit den Möglichkeiten des Finanzmarktes vertraut und kann Anlageentscheidungen ohne Unterstützung der Hausbank treffen.



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