BGH Urteil gegen SMS-Spam auf dem Handy

Written by admin on Tuesday, November 13th, 2007 in Recht.

Karlsruhe verschärft Kampf gegen Müll-SMS - Bundesgerichtshof: Mobilfunkunternehmen müssen auch auf Anfrage von Privatpersonen die Adressdaten von SMS-Werbern herausgeben.

unerwünschte Werbe-SMS auf dem Handy
Unerwünschte Werbe-SMS sind nicht nur nervig, sondern auch rechtswidrig. Jetzt können auch Privatkunden leichter herausfinden, wer dahintersteckt. Foto: Advocard Rechtsschutzversicherung AG

Wer Handynutzer mit unerwünschten Werbe-SMS bombardiert, kann sich künftig nicht mehr auf die Verschwiegenheit der Mobilfunkbetreiber verlassen. Laut einem aktuellen Urteil des Bundesgerichtshofes in Karlsruhe können genervte Handybesitzer zukünftig vom jeweiligen Provider die Herausgabe von Name und Anschrift des Absenders verlangen und dann gezielt gegen die nutzlosen Nachrichten vorgehen.

Der Hintergrund der Klage: Ein Verbraucher war wiederholt von Unbekannten mit dubiosen Kurzmitteilungen belästigt worden. Um rechtliche Schritte gegen den Versender einleiten zu können, bat er das ausführende Mobilfunkunternehmen, ihm die Daten des Auftraggebers zu nennen. Dort lehnte man seine Bitte jedoch mit Hinweis auf den Datenschutz ab. Der Netzbetreiber könne die Daten grundsätzlich nur herausgeben, wenn der Kunde - in diesem Fall der Absender der Werbemitteilungen - ausdrücklich damit einverstanden sei.

Damit wollte sich der genervte Handykunde aber nicht abfinden, klagte und hatte jetzt vor dem höchsten deutschen Zivilgericht Erfolg: Zwar müssen die Mobilfunkanbieter Verbraucherschutzverbänden schon seit 2001 Auskunft über unseriöse Massen-SMS-Versender geben. Der Kläger argumentierte aber, dass es auch für ihn persönlich möglich sein müsse, die Daten ohne Umweg über Verbraucherverbände zu beschaffen, um sich, wenn nötig gerichtlich, Ruhe vor den dauernden SMS-Attacken zu verschaffen. Dem schloss sich auch das Gericht in seiner Entscheidung an.

Die Richter legten die entsprechende Bestimmung im Unterlassungsklagegesetz (UKlaG) jetzt so verbraucherfreundlich aus, dass der Auskunftsanspruch von Privatpersonen gegenüber Mobilfunkbetreibern nur noch dann erlischt, wenn ein Verbraucherschutzverband den Anspruch in der gleichen Sache bereits geltend gemacht hat.

Werbe-SMS sind rechtswidrig
Dass unerwünschte Werbe-SMS unzulässig sind, haben Gerichte bereits vor Jahren festgestellt. So erkannte das Landgericht Bonn darin eine rechtswidrige Eigentumsbeeinträchtigung, denn die überflüssigen Nachrichten belegen Speicherplatz im SMS-Eingang und könnten dazu führen, dass wichtige SMS sogar ganz verloren gingen. Waren Klagen aber bislang meist an den Netzbetreibern gescheitert, so gibt das aktuelle Urteil des Bundesgerichtshofes auch Privatpersonen die Möglichkeit, effektiv gegen die Verursacher von Werbe-SMS vorzugehen.

Advocard Rechtsexpertin Anja-Mareen Knoop:
“Das Bundesgerichtshof-Urteil könnte Urheber lästiger Werbe-SMS endlich aus dem Schutz ihrer Anonymität holen. Wer sich durch solche Nachrichten besonders stark beeinträchtigt fühlt, kann - am besten mithilfe eines versierten Fachanwalts - gegen die Verantwortlichen vorgehen.”

StupidFilter Project fuer Blogs und Foren

Written by admin on Tuesday, November 13th, 2007 in Software.

Software filtert dumme Sprüche in Webforen - Internet soll wieder ein Platz für intelligente Kommunikation werden.

Im Rahmen des “StupidFilter Project” stupidfilter.org entwickeln die Informatiker Gabriel Ortiz und Paul Starr eine Filtersoftware, die Webforen und Blogs frei von dummen Sprüchen und sinnentleerten Kommentaren halten soll. Ihre Lösung ist eine Open-Source-Filter-Software, die eine dumme Sprachwahl (in englischer Sprache) erkennt und schließlich verhindert, dass diese Kommentare im Web veröffentlicht werden. Die beiden Erfinder waren eigenen Angaben zufolge genervt von stupiden Kommentaren anderer User. “In den Anfängen des Internet war das Web ein Platz, wo man intelligente Gespräche mit Gleichgesinnten führen konnte”, schreiben die Informatiker auf ihrer Homepage. Nach dem “Eternal September” http://en.wikipedia.org/wiki/Eternal_September wandelte sich das Web jedoch zu einem lauten Ort. Vor allem das massenhafte Auftreten von user-generiertem Content in der vergangenen Zeit habe sie zum Handeln veranlasst.

Die Filtersoftware überprüft jeden Kommentar, der an das geschützte Forum gesendet wird. Wird der Text entsprechend definierter linguistischer Regeln als dumm eingestuft, so bekommt der Schreiber eine Meldung, dass er bitte neu formulieren möge, da sein Kommentar unverständlich erscheint. Der Filter reagiert auf zu viele oder zu wenige Großbuchstaben, exzessiv verwendete Wortabkürzungen, Ausrufezeichen oder oft eingestreutes “LOL”. Im Prinzip funktioniere die Software genauso wie ein Spamfilter, erläutert Ortiz. Die größte Herausforderung bei der Entwicklung sei jedoch, dass Dummheit keine binären Merkmale aufweise und eine subjektive Sache sei.

Die beiden Programmierer arbeiten zudem an einer Datenbank mit häufigen Kommentaren, die ihrer Ansicht nach nicht in eine intelligente Konversation passen. Anhand dieser Liste soll die Identifikation von schwachsinnigen Sprüchen einfacher werden. Dabei gehe es nicht um die Inhalte, sondern um die rein äußerlich einfältige Form von Kommentaren. Als Beispiele führen Ortiz und Starr Kommentare von der Videoplattform YouTube an. Diese sind nach Grad der potenziellen Dummheit auf einer Skala von eins bis fünf bewertet http://stupidfilter.org/random.php

Ein Problem bereiten dem Filter jedoch Sarkasmus und Ironie. Intelligente Menschen seien oft ironisch und würden Formulierungen verwenden, die der Software dumm erscheinen könnte, meint Ortiz. “Unser Ansatz ist, dass nicht jede als dumm eingestufte Formulierung automatisch zu einer Fehlermeldung führt, wenn sie beispielsweise nur einmal pro Absatz vorkommt.” Die Blindheit des Filters für Ironie sehen die Entwickler jedoch nicht unbedingt negativ. Ein kurzer, dummer Kommentar bleibe eben ein kurzer, dummer Kommentar. Selbst dann, wenn er von einer intelligenten Person stammt. Ortiz und Starr wollen noch im Dezember eine Alpha-Version ihres Programms veröffentlichen. Das Endziel ist, den Filter als Firefox-Plugin anzubieten.

Aussender: www.pressetext.at

AntiVirus und Sicherheits-Software von G DATA

Written by admin on Wednesday, October 17th, 2007 in Software.

Der Mittelstand als Innovations- und Wirtschaftsmotor gerät nach Einschätzung von G DATA verstärkt ins Kreuzfeuer der Malware-Industrie.

Speziell auf die Bedürfnisse des Mittelstands ausgerichtet, präsentiert G DATA daher auf der Systems 2007 seine leistungsstarken SMB-Lösungen, die Unternehmen effektiv und kostensparend vor Spam, Trojanern und Hacker-Angriffen schützen. Mit G DATA AntiVirus- und G DATA ClientSecurity-Lösungen sind Mittelständler bestens vor jeglichen Bedrohungen gewappnet. IT-Security von morgen für den unternehmerischen Erfolg von heute, finden Fachbesucher vom 23. bis 26. Oktober 2007 auf dem G DATA Systems-Messestand (Halle B3, Stand 502).

Kennzeichen der gesamten G DATA SMB-Produktpalette ist die einfache Administration, die sich vom Aufwand kaum von den Endkunden-Lösungen unterscheiden: Ein nicht zu vernachlässigender Vorzug der G DATA Business-Lösungen.

Sicherheit für Unternehmen

G DATA AntiVirus Business 8.0 ist der zentral gesteuerte Virenschutz für Unternehmen. Der Management-Server steuert alle Clients auf Desktops, Notebooks und Fileservern.

G DATA AntiVirus Enterprise 8.0 erweitert die Business-Version um die leistungsfähige G DATA MailSe-curity. Die mailserver-unabhängige Gateway-Lösung filtert alle ein- und ausgehenden E-Mails (SMTP/ POP 3) nach Spam und Viren. Die G DATA Multithreading-Technologie sorgt hierbei für die ressourcenschonende und performanceoptimierte Verteilung der Threads ohne zusätzliche Hardware-Unterstützung.

Moderne Netzwerke sind hochgradig mobil - umso wichtiger ist, dass sämtliche Clients autonom den bestmöglichen Schutz erhalten. G DATA ClientSecurity Business und ClientSecurity ENTERPRISE schützen die Clients in Ihrem Netzwerk mit client/server-basiertem Testsieger-Virenschutz, einer preisgekrönten Client-Firewall und effektivem Spam- und Phishingschutz. G DATA ClientSecurity Enterprise umfasst zusätzlich das leistungsfähige G DATA MailSecurity, eine mailserver-unabhängige MailGateway-Lösung. Sie kontrolliert alle ein- und ausgehenden E-Mails (SMTP und POP3) auf potentielle Infektionen. Auch hier schützt OutbreakShield gateway-seitig zuverlässig vor Schädlingen aller Art.

Weblink: www.gdata.de

Die neuen Tricks der Spammer und Phisher

Written by admin on Monday, August 20th, 2007 in Internet.

Derzeit gibt es eine neue Flut von Spam- und Phishing-Mails, die so schnell wohl nicht zu stoppen sein wird. Schuld daran sind neue Techniken, mit denen sich Betrüger besonders gut verstecken können, so das Computermagazin c’t in der aktuellen Ausgabe 18/07.

Mit einem Klick auf verseuchte E-Mail-Anhänge oder Webseiten fängt man sich auf einem ungeschützten PC schnell einen Trojaner ein. Ohne dass der Anwender es merkt, wird der eigene Rechner Teil eines Bot-Netzes, verschickt also ferngesteuert unerwünschte Werbe- oder Phishing-Mails. Phishing-Mails haben es meist darauf abgesehen, Zugangsdaten für Online-Banking zu erspähen, indem sie den Empfänger auf gefälschte Bankseiten lotsen.

Die Versender von Spam verstehen es immer besser, sich zu verstecken. Zwischen ihren zentralen Servern und den unfreiwilligen Teilnehmern ihrer Bot-Netze ziehen sie neue Zwischenschichten ein. Demzufolge findet zwischen einem Rechner, der ohne Wissen seines Anwenders Werbe-Mails verschickt, und dem zentralen Server keine direkte Kommunikation mehr statt. Alles läuft über die Vermittlungsstellen, die beliebig austauschbar und über mehrere Länder verteilt sind.

“Will man heute einen Phishing-Server oder ein Netz von Spammern ausschalten, hat man es gleich mit mehreren Behörden in verschiedenen Ländern zu tun”, berichtet c’t-Redakteur Jürgen Schmidt. “Das Ganze hat also neben einer technischen Herausforderung auch eine bedeutende juristische Ebene.” Außerdem verhalten sich Internet-Dienstleister, die an Kriminelle Server vermieten oder Web-Adressen vergeben, häufig wenig kooperativ. Dabei ist gerade ihre Mithilfe besonders wichtig.

Bevor die Betrüger die neuen Techniken wie Rock Phish und Fast Flux einsetzten, konnten Phishing-Seiten zuletzt bereits nach wenigen Stunden oder höchstens Tagen abgeschaltet werden. Inzwischen dauert es mitunter Wochen und Monate, bis Behörden oder verschiedene Organisationen eine Phishing-Seite aus dem Netz entfernen. (c’t)



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